» Vorhaben Fassadensanierung
» Auftraggeber Freistaat Sachsen, SIB NL Dresden 1
» Kennwert 8.500 m² Fassadenfläche
» Zeitraum seit 2011
» Leistungsumfang LPh 1-8 + Schadenskartierung
Das Gebäude wurde in den Jahren 1847-1855 nach Entwürfen Gottfried Sempers als Bildergalerie errichtet. Die Fassaden der Gemäldegalerie Alte Meister (auch Sempergalerie genannt) wurden im Stil der Neorenaissance gestaltet. An der Fassade wurden ursprünglich verschiedene Sandsteinmaterialien verbaut, hauptsächlich um eine bestimmte farbliche Wirkung zu erzielen. Aus historischen Unterlagen geht hervor, dass es sich hierbei um „Kirchleitner“, „Naundorfer“, „Postaer“, „Bornsteiner“ und „Postelwitzer“ Sandstein handelt. Die ursprüngliche Farbwirkung ist heute trotz Verschmutzung und Verkrustung noch gut erkennbar. Nach der geplanten Fassadenreinigung und der Entfernung der Krusten wird diese noch stärker hervor treten. Bei einem Austausch von Werksteinen in der Fassade ist daher auf eine differenzierte Materialauswahl zu achten. Da uns momentan nur eine begrenzte Auswahl an Elbsandstein zur Verfügung steht, wurde die historische Konzeption auf die heutigen Gegebenheiten adaptiert. Der Sockelbereich weist irreparable Feuchteschäden auf. Die Ursachen hierfür liegen in der Kombination von weiter Ausladung des Sockelgesimses aus Sandstein und diffusions-bremsenden Sockelplatten aus Lamprophyr, welche später vorgeblendet wurden. Der daraus abgeleitete Komplettaustausch des Sockels bietet zusätzlich die Möglichkeit des Einbaus von Abdichtung und Wärmedämmung. Die Umsetzung der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erfolgt in zwei Bauabschnitten. In einem ersten Bauabschnitt erfolgt die Sanierung des Ostflügels, während die Gemäldegalerie mit einer Auswahl der bedeutendsten Gemälde im Westflügel verbleibt. Im zweiten Bauabschnitt wird der Westflügel saniert und die Galerie nutzt in dieser Zeit den bereits fertiggestellten Flügel.